Heute ist er Chief Executive Officer der Plattenfirma Def Jam, besitzt Rocawear und hat Anteile am US-amerikanischen Basketballclub New Jersey Nets. Die Rede ist von S. Carter aka Jay-Z. Eine wichtige Größe in der 90s Rap Geschichte.

Wie so oft ist auch Rapper und Firmenboss Jay-Z nicht als Unternehmersohn in seinen heutigen Wohlstand reinbeboren worden. Sein Leben gebann am 4. Dezember 1969 in den Marcy Houses Projects in Brooklyn, New York.

Sein Vater verließ die Familie als Shawn 12 Jahre alt war. Später war er auf der gleichen High School wie Busta Rhymes und Notorious B.I.G. Mich wundert immer wieder wie früh sich teilweise Künstler schon kennengelernt haben. Jay-Z begann mit Drogenhandel und schmiss letztlich komplett die Schule, um sich dem „hustling lifestyle“ zu widmen. Musik liebte er schon immer. Zuerst nannte er sich „Jazzy“, doch dann merkte er, dass schon andere Künstler so heissen und änderte es in „Jay-Z“.

1989 hatte er einen ersten Auftritt im peinlichen Videoclip „Hawaiian Sophie“ von Jaz’s

Dann 1991 den ersten live Auftritt mit Big Daddy Kane an der Westküste in LA

Jay-Z – I Can’t Get Wit That – 1994 – eine seiner ersten Clips

Nach mehreren erfolglosen Versuchen eine Karriere als Künstler zu beginnen, gründete Jay-Z 1996 schließlich mit Damon Dash die Plattenfirma Roc-a-Fella Records. Das erste Album „Reasonable Doubt“ kam auch 1996 raus und fand zwar einigen Anklang in der Rap-Szene, brachte jedoch keinen kommerziellen Erfolg. Das war auch das erste Mal als ich aktiv von Jay-Z gehört habe. Ein Freund gab mir damals die CD. Zu beginn fand ich seine Stimme irgendwie lustig, doch dann habe ich meinen Gefallen daran gefunden.

Es enthielt vier Singleauskopplungen: Ain’t No Nigga (mit Foxy Brown), Can’t Knock the Hustle (mit Mary J. Blige), Dead Presidents sowie Feelin‘ It. 1996 wurde durch eine nicht stattgefundene Kollaboration zwischen Nas und Jay-Z der Grundstein für einen späteren Megabeef gelegt. Ein nicht bezahltes Sample von Nas für den Song „Dead Presidents“ von Jay-Z war der Start. Später hagelte es Tracks die gegen den jeweils Andern gerichtet waren. Der Streit zog bis 2006, als Nas dann bei Def Jam gesignet hat, wo Jay-Z „Chef“ ist.
Mehr Infos zum Beef gibt es hier

1997 sollte jedoch sein Durchbruch kommen. Das Album „In My Lifetime, Vol. 1“ landete auf Platz drei der US-Charts und machte ihn auch beim breiten Publikum bekannt. Ein Jahr später veröffentlichte Jay-Z das Album Vol. 2: Hard Knock Life und legte damit seinen Fokus von der Rap-Musik auf ein Mainstream-Publikum.

Auskopplung „Sunshine“ mit Foxy Brown und Babyface

Das letzte Album in den 90s war dann „Vol. 3: Life and Times of S. Carter“. Aus der Rap Szene gab es dafür scharfe Kritik weil es sehr Pop-lastig war.

„Girls Best Friend“ wird Soundtrack vom Film „Diamanten Cop“ mit Martin Lawrence (1999)

Ich denke Jay-Z hat die Rap-Szene der 90s geprägt und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet. Die Alben „Reasonable Doubt“, „The Blueprint“ und „The Black Album“ sind Meilensteine der Hip-Hop-Community. Er gilt außerdem als einer der „kommerziell erfolgreichsten schwarzen Musiker seiner Zeit“. Der Erfolg von The Blueprint hat auch zum Karrierekick von Kanye West beigetragen.
Ganz aktuell sind die beiden mit der „The Throne Tour“ unterwegs und füllen gemeinsam die Hallen.

Hier ein kleines „The Best Of Jay-Z“ Medley zum Schluss

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